Akkordeonale 2011: Programm

Cathrin Pfeiffer

Akkordeonale 2011: Cathrin Pfeifer
Virtuoses Feuerwerk für zwei Hände

In Cathrin Pfeifers Kompositionen erkennt man eine Kosmopolitin voller Lebenslust, Poesie, Offenheit und stilistischer Überraschungen. Die Zusammenarbeit mit Musikern unterschiedlicher Kulturkreise, aber auch Erfahrungen mit Folk, Rock, Avantgarde, Improvisationsmusik, Neue Musik, Klassik, Theater prägen ihren Stil.

Cathrin Pfeifer integriert Spuren aus den verschiedensten Regionen der Welt in ihr ganz eigenes musikalisches Konzept. Die geographischen und stilistischen Quellen ihrer Inspirationen verselbständigen sich in ihren Kompositionen derart, dass man deren eigentliche Herkunft mitunter nicht mehr verorten kann. Sie faszinierte ihr Publikum schon auf vier Kontinenten und überrascht es mit ihrer ganz eigenen ungewöhnlichen Art, Klänge aus dem Akkordeon zu holen.

Tonbeispiel: "Du aber auch"

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Tonbeispiel: "Sweets in Motion"

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Vladimir Denissenkov

Akkordeonale 2011: Vladimir Dennisenkov
Mütterchen Russland explodiert über die Grenzen hinaus

Der aus der Ukraine stammende Vladimir Denissenkov ist einer der Stars der post- sowjetischen Diaspora. Er ist ein echtes Schwergewicht des Bajan, der russischen Variante des chromatischen Knopfakkordeons. Nachdem er sich bereits als Akkordeonist bei der Moskauer Philharmonie sowie als Solo-Künstler einen Namen gemacht hatte, emigrierte er 1995 nach Italien, wo man ihn als viel gefragten und geschätzten Musiker kennt. Er spielt sowohl solistisch (u.a. bei Theater, Cinema, Ballet) als auch mit seiner Gruppe „Guzulka“.

Vladimir Denissenkov lässt jeglichen Akademismus hinter sich und repräsentiert heute eine kunstmusikalische Instanz am Rande der europäischen Weltmusik. Er tut dies auf eigenwillige Weise, weit entfernt von einem volksmusikalischen oder rein klassischen Zugang, wobei das musikalische Material durch seine Virtuosität neue Blüten treibt.

Tonbeispiel: "Chasing Ogres"

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Tonbeispiel: "Ale e Franz"

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Estevão „Iduino“ Tavares

Akkordeonale 2011: Estevão „Iduino“ Tavares
Rasante Quetschmusik von den Kapverden

Von den Kapverden kommt Estevão „Iduino“ Tavares. Er spielt Ziehharmonika, hier Gaita genannt, die untrennbar mit dem kapverdischen Musikstil Funaná verbunden ist.

Das Akkordeon wurde auf den Kapverden Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Portugiesen eingeführt, um die Insulaner mit europäischer Musik zu infizieren, die man der afrikanischen als weit überlegen betrachtete. Doch genau das Gegenteil passierte und es entstand eine neue typisch afrikanische Musik, worin das Akkordeon die Hauptrolle spielt. Wegen ihrer gesellschaftskritischen Texte und wegen des erotischen Charakters des Tanzes wurde die Musik von den Kolonialbehörden verboten.

Seit der Unabhängigkeit 1975 hat der Funaná Furore gemacht, nicht nur auf den kapverdischen Inseln, aber auch in Tanzlokalen weltweit! Seine Verbreitung hat u.a. damit zu tun, dass viele Menschen die Inseln aus wirtschaftlichen Gründen verlassen mussten und ihre Musik mitgenommen haben. Estevão „Iduino“ Tavares, mit Reggeamusik aufgewachsen, hat anfangs Trompete gespielt, sich dann aber für die Musik seiner Heimat und das Akkordeon entschieden. Er gilt heute mit seiner Band „FerroGaita“ als König des Funaná.

Tonbeispiel: "Pila Kana"

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Tonbeispiel: "Gaita Ferro"

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Donatello Pisanello

Akkordeonale 2011: Donatello Pisanello
Mitreißende Energie aus dem Süden Italiens

Der aus dem Salento stammende Donatello Pisanello ist Ziehharmonika- Spieler, Multi- Instrumentalist, Komponist für Film und Theater, Skript- Writer und Journalist. Auf seinem Organetto spielt er Pizzica, bei uns besser bekannt als Tarantella. Ursprünglich setzten die armen Bauern des Südens Musik und Tanz rituell zur Heilung von Krankheiten ein, die angeblich vom Tarantelstich (Pizzica) verursacht wurden. Der Tarantelstich gilt als Metapher für emotionale Zustände wie Trauer, Depression oder sexuelle Frustration und der „Gestochene“ tanzt bis zum Zusammenbruch. Jahrhundertelange Besatzung und diverse mediterrane Einflüsse prägten die Pizzica/ Tarantella, eine Musik voll Freude, Passion und Gefühl.

Donatello Pisanello setzt seine Begabung und Talente ein, um die Musik seiner Region zu erhalten, zu erneuern und zu beleben. Wenn er mit seiner Gruppe ZOÉ auf Mega- Events spielt, tanzen Tausende die Pizzica Taranta.

Tonbeispiel: "Don Pizzica"

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Tonbeispiel: "Filia"

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Servais Haanen

Akkordeonale 2011: Servais Haanen
Der Meister feiner Klänge aus den Niederlanden

Der Niederländer Servais Haanen, Ausnahme-Akkordeonist und musikalischer Querdenker, ist Drahtzieher und Organisator der Akkordeonale. Er komponiert und arrangiert u.a. die Ensemble-Stücke des Festivals und führt mit viel Humor und Sachverstand moderierend durchs Programm. Mit dem diatonischen Akkordeon hat er sich als einfühlsamer Musiker und Komponist profiliert, der es versteht, die musikalische Idee auf den Kern der Aussage zuzuspitzen.

Kennzeichnend für seine sensiblen und poetischen Kompositionen sind minimalistisch-respektive Strukturen und magnetisch - mitziehende Melodien ohne jede Kitsch-Attitüde. Er lässt sein Akkordeon in Sphären vordringen, in denen es bisher nichts zu suchen hatte...

Tonbeispiel: "Jonas Felsen"

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Tonbeispiel: "Waltz is a 5 letter Word"

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Begleitmusiker

Akkordeonale 2011: Johanna Stein
Johanna Stein (Cello)

Bereits zum zweiten Mal wird Johanna Stein die Akkordeonale mit ihrer cellistischen Begleitung bereichern. Die Kölnerin absolvierte ihr klassisches Studium an der Royal Scottish Academy of Music and Drama in Glasgow, Schottland, gefolgt von einem Masterprogramm am Konservatorium in Arnheim, Niederlande. Sie spielt und arrangiert mit großer Liebe für ihr Streicher-Quartett Badz.

Ob Klassik, Jazz, Rock, Pop, Blues, Fusion oder Weltmusik – kein Stil ist ihr fremd!

Akkordeonale 2011: Marco A. Fox
Marco A. Fox (Percussion)

Der Schlagzeuger und Percussionist Marco Fox kommt aus Berlin. Nach umfangreicher Banderfahrung im Metal- und Funk- Bereich entdeckte er für sich die brasilianische Musik und studierte am Konservatorium Rotterdam in der Abteilung Weltmusik.

Heute beschäftigt er sich neben Lateinamerikanischer Musik auch mit Jazz, nordindischer Klassik, elektronischer, sowie orientalischer Musik. Sein weiter Horizont an Eindrücken spiegelt sich in seinem Spiel wieder.

Hintergrundbild