Teija Niku Niamh Ní Charra Thilo Plaesser Servais Haanen Sigrún Jónsdottir Elke Rogge David Yengibarjan

Akkordeonale 2015

Servais Haanen

Von wegen angestaubt!

Das Image des oft belächelten und als uncool geltenden Instruments Akkordeon wurde in den letzten Jahren kräftig aufpoliert. Seine Popularität und Vielseitigkeit zeigt sich durch alle Musiksparten: nicht nur in der Volksmusik oder im Folk, auch in Rock, Pop, Klassik und Jazz ist es mittlerweile selbstverständlich zu Hause — sogar der Rap hat es für sich entdeckt.

Die Akkordeonale mischt hier kräftig mit und wirft Schlaglichter auf die musikalische Entfaltung eines Weltbürgers unter den Instrumenten quer durch sämtliche Kulturen und Stilarten.

Hier bekommt man prallen musikalischen Reichtum zu hören: von traditionell bis zeitgenössisch, folkloristisch, exotisch, jazzig, virtuos und temperamentvoll!

Zum siebten Mal hat der Niederländer Servais Haanen ein Ensemble von Musikern aus verschiedensten Ländern zusammengestellt um das Publikum in die facettenreiche Welt des Akkordeons zu entführen.

Das diesjährige Programm bietet eine Mischung aus avantgardistischem Akkordeon aus dem Kaukasus, Virtuosität mit Herz und Charme auf irischer Konzertina, feinsinnigen Akkordeon-Grooves aus den finnischen Wäldern, einem aus der Art geschlagenen deutschen Bajan und niederländischer Klangästhetik auf Ziehharmonika, garniert mit Posaune, Geige und Drehleier.

Kennzeichnend für die Akkordeonale ist nicht das Vorführen und Aneinanderreihen einzelner Akkordeon-Stile (wir sind ja nicht im Zoo) sondern die Begegnung der Musiker in einem lebendigen Wechsel aus Solos und Ensemblestücken. Im Zusammenspiel verweben sich die vielfältigen Klangmöglichkeiten. Improvisationstalent, Spontaneität und die Lust an einem schönen gemeinsamen Konzert lassen die Musiker wie von selbst zu einer Einheit werden und etwas neues, bis jetzt noch nicht gehörtes entsteht.

Ein einzigartiges Fest der Klänge, ein Ereignis der besonderen Art.

Sehen — Hören — Genießen!

Mitwirkende:

Teija Niku (Finnland)
Feinsinnige Grooves aus den finnischen Wäldern
David Yengibarian (Armenien)
Tango-Avantgarde aus dem Kaukasus
Niamh Ní Charra (Irland)
Exquisite Virtuosität mit Herz und Charme
Thilo Plaesser (Deutschland)
Bajan aus der Art geschlagen
Servais Haanen (Niederlande)
Der Meister feiner Klänge

Begleitmusiker:

Sigrún Kristbjörg Jónsdottir (Island)
Posaune und Geige
Elke Rogge (Deutschland)
Drehleier

Mehr oder we­ni­ger lie­be­voll ti­tu­liert als Quetsch­kom­mo­de, Schif­fer­kla­vier, Schwei­ne­or­gel, Bla­se­balg der Höl­le  o­der asth­ma­ti­scher Wurm, be­sitzt das Ak­kor­de­on min­des­tens e­ben­so­viel Charme wie Na­men. Und ob­wohl vie­le das Instrument lieben, es selbst spielen oder eins auf dem Dachboden ste­hen ha­ben, wis­sen die we­nigs­ten Leu­te von der wil­den Kar­ri­e­re und dem welt­wei­ten Ein­fluss die­ser ei­gen­wil­li­gen Wun­der­kis­te.

Wie kaum ein zwei­tes Ins­tru­ment hat sich das ver­gleichs­wei­se jun­ge Ak­kor­de­on (er­fun­den 1829) in ei­ner a­tem­be­rau­ben­den Ge­schwin­dig­keit ü­ber Lan­des- und Kon­ti­nen­tal­gren­zen hin­weg ver­brei­tet. Mas­sen­wei­se ex­portiert in die Ko­lo­ni­en o­der im Hand­ge­päck ein­ge­schleppt von E­mi­gran­ten schuf es sich ei­nen nicht mehr weg­zu­den­ken­den Platz in der Mu­sik der gan­zen Welt.

Ei­gent­lich kann man nicht von dem Ak­kor­de­on spre­chen, da das Ins­tr­ument im­mer wie­der um­ge­baut, ver­än­dert, ver­fei­nert und an die lo­ka­len Be­dürf­nis­se an­ge­passt wur­de – da­raus ent­stan­den ver­schie­de­ne Ins­tru­men­ten­ty­pen, die sich durch un­ter­schied­li­che Sys­te­me, Grös­sen, Form, Ton­um­fang und Spiel­tech­nik un­ter­schei­den.

Mit freundlicher Unterstützung durch:

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